Macht es euch schön!


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Sowohl für Kitaleitungen als auch für Erzieherinnen gibt es zunehmend Dokumentationsaufgaben zu erledigen. Leiterinnen steht hierfür in der Regel ein eigenes Büro, den Erzieherinnen oftmals nur eine kleine Schreibecke im Gruppenraum zur Verfügung. Egal ob viel oder wenig Platz: ein schön gestalteter Arbeitsplatz kann helfen, die Büro- und Dokumentationsaufgaben mit mehr Freude anzugehen.

Setzt ihr euch gern an euren Schreibtisch oder in euer Büro? Fühlt ihr euch dort wohl und inspiriert? Haltet ihr euch hier gern auf?
Die folgenden Praxisbeispiele sollen euch ermuntern, euren Arbeitsplatz mal kritisch unter die Lupe zu nehmen.

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Eine interessante Idee! Das große Entwicklungsziel immer vor Augen!
"Diese Kita soll für alle ein ein Ort der Begegnung und Vielfalt sein." Ein Herzenswunsch, auf schönem Papier ausgedruckt, in einen hübschen Rahmen angeordnet oder an einem Ast befestigt, ist immer präsent.
Ein schöner Ast mit bunten Lollis, bunten Bändern und dem Satz "Diese Kita soll ein spannender lebendiger Wohlfühlort sein." hängt über dem Schreibtisch einer Berliner Leiterin. Auf Nachfrage erklärte die Leiterin, dass sie diesen Wunsch im Laufe der Zeit für Ihr Haus entwickelt hat. Die bunten Lollis sind ein echter Blickfang und erinnern die Leiterin täglich an ihr großes Ziel.
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An manchen Tagen überschlagen sich die Ereignisse, man weiß gar nicht, wo man zuerst anfangen soll. Auch in größter Hektik ist es wichtig, an eine Pause oder kleine Auszeit zu denken! Denn es gibt fast keine Situationen oder Probleme, die nicht einige Minuten warten können! Hübsche Postkarten, Andenken aus einem Urlaub, eine angenehme Lichtquelle, frische Blumen in den eigenen Lieblingsfarben, eine hübsche Schachtel oder Kunstwerke von Kindern sind gut für die Stimmung und helfen positive Gedanken hervorzurufen. Doch aufgepasst: weniger ist mehr! Ein total überladender Schreibtisch oder eine mit Fotos und Bildern zugeklebte Wand trägt nicht zur "inneren Ordnung und Klarheit" bei.
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Damit man nicht im eigenen Trott verharrt, ist es wichtig, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Hierfür bieten sich Fachzeitschriften und Fachbücher an. Diese sollten allen Beteiligten in der Einrichtung zur Verfügung stehen und möglichst thematisch geordnet sein. Eine lange Suche "frisst" unnötig viel Zeit. Eine schnell umsetzbare Idee: Einmal im Monat präsentiert ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin ein Buch oder einen Artikel des Monats. Der Literaturtipp wird an einer guten Stelle auffällig präsentiert. Einige Stichworte oder Erkenntnisse aus dem Inhalt werden aufgeschrieben und sollen neugierig machen.
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Das Büro: Wechsel zwischen offener Tür und Rückzug.
Bei den vielen Aufgaben, die täglich bewältigt werden müssen, bedarf es Phasen der Ruhe, um konzentriert arbeiten zu können. Auch Pausen sollten ohne Störungen erfolgen. Ein Schild an der Bürotür zeigt Teammitgliedern, Kindern, Eltern und Besuchern, dass sie später wiederkommen müssen.
Ein Kinderbüro im Büro der Leitung ist erfahrungsgemäß ein sehr beliebter Ort. Auf einem Tisch werden Papiere, Stifte, Stempel, eine Schere, ein ausrangiertes Telefon, ein Locher, eine alte Schreibmaschine oder eine Tastatur bereitgestellt. Ein Kinderbüro wird in der Einrichtung schnell zum absoluten Geheimtipp und ihr müsst selbst entscheiden, wie oft euch die Kinder besuchen können!